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12 Ergänzungsmittel
Mit Fortschreiten der Forschung wurden nach Schüßlers Tod noch zwölf weitere Salze gefunden, die man dann Ergänzungsmittel nannte; sie werden zwar wesentlich seltener eingesetzt als die Funktionsmittel, aber der Vollständigkeit wegen sollen sie auch erwähnt werden:
Ergänzungsmittel Nr. 13 - Kalium arsenicosum
Kalium arsenicosum wird bei schwer zu beeinflussenden Hautleiden, die mit Jucken, Nervenstörungen, Lähmungen und Krämpfen einhergehen, mit Erfolg eingesetzt. Weiter wurden gute Erfolge bei Abmagerungen, Anämie und wäßrigen Durchfällen erzielt. Es wirkt gut bei unruhigen, nervösen Patienten. Wenn Hauterkrankungen ohne äußere alarmierende Anzeichen bösartig werden, sollte Kalium arsenicosum zur Unterstützung zusätzlich gegeben werden, ebenso bei juckenden Hauterkrankungen, die sich beim Entkleiden, durch Wetterwechsel und Wärme verschlimmern, außerdem zur Unterstützung bei Psoriasis.
Ergänzungsmittel Nr. 14 - Kalium bromatum
Kalium bromatum wirkt hauptsächlich auf das Nervensystem und auf die Haut, ferner wird es bei Erkrankungen der Schilddrüse und bei Schleimhautreizungen eingesetzt. Es wirkt vorzüglich bei Schlafstörungen und als Beruhigungsmittel. Manisch-depressive Zustände sowie Epilepsie, Krupp- und Keuchhusten sowie Bronchialasthma fallen ebenfalls unter dieses Mittel.Im Gemütsbereich kann die tiefe Melancholie eines Patienten oder Alpdrücken ausschlaggebend für die Wahl dieses Mittels sein. Weitere Hinweise, dieses Mittel einzusetzen, sind: taubes Gefühl im Kopf, Erbrechen mit intensivem Durst, innere Kälte im Bauch, Schwäche, Impotenz und fehlendes sexuelles Verlangen, dabei sexuelle Erregung im Halbschlaf bei Männern, übertriebenes sexuelles Verlangen bei Frauen, Gesichtsakne, Psoriasis, unruhiger Schlaf, Schlafwandeln mit extremer Benommenheit, Besserung der Beschwerden bei geistiger und körperlicher Beschäftigung.
Ergänzungsmittel Nr. 15 - Kalium jodatum
Die Wichtigkeit von Jod für die menschliche Ernährung ist allgemein bekannt. Die bekannteste Folge des Jodmangels ist der Kropf, der in seefernen Gebieten verbreitet, bei den Bewohnern der Meeresküsten hingegen fast unbekannt ist.Kalium jodatum wirkt auf die Schilddrüse, Leber, Milz, Nieren, Magen, Haut, Haare und Nägel. Es dämpft erhöhten Blutdruck, regt Herz- und Hirntätigkeit an, fördert Appetit und Verdauung.
Es ist geeignet zur Behandlung der Arteriosklerose und wegen seines Jodgehaltes angezeigt zur Behandlung von Schilddrüsenstörungen.
Von Kalium jodatum werden außerdem die folgenden Beschwerden günstig beeinflußt: Rheumatismus in Nacken und Rücken, Drüsenschwellungen, Seitenkopfschmerz, Trigeminusneuralgie, Schnupfen mit scharfen, heißen, wäßrigen Absonderungen (ähnlich Natrium chloratum), Nasenverstopfung mit trockener Schleimhaut ohne Absonderungen, Rücken- und Steißbeinschmerzen, Ischias, festsitzender Husten, Auswurf wie grünlicher Seifenschaum, Besserung bei Bewegung in freier Luft, Verschlimmerung beim Tragen warmer Kleidung, im warmen Raum, nachts und bei feuchtem Wetter.
Ergänzungsmittel Nr. 16 - Lithium chloratum
Der Hauptwirkungsbereich von Lithium chloratum umfaßt die gichtig-rheumatischen Erkrankungen mit Anschwellen der Gelenke bei gleichzeitiger allgemeiner Abmagerung und Erschöpfung. Weiterhin betrifft es Entzündungen der Harnwege. In neuerer Zeit wird es auch zur Behandlung manisch-depressiver Zustände eingesetzt.Im Mittelbild zeigen sich Schwindel, verschwommenes Sehen, Völle des Kopfes und deutliches Zittern.
Ergänzungsmittel Nr. 17 - Manganum sulfuricum
Es wird hauptsächlich zusammen mit Ferrum phosphoricum bei Blutarmut, Erschöpfungszuständen und Durchblutungsstörungen eingesetzt. Weiterhin ist es ein Stimulans der Baucheingeweide (Leber, Darm, Magen usw.).
Ergänzungsmittel Nr. 18 - Calcium sulfuratum
Dieses Ergänzungsmittel ist noch weitgehend unerforscht. Seine Haupteinsatzgebiete sind Erschöpfungszustände mit Gewichtsverlußt trotz Heißhunger.
Ergänzungsmittel Nr. 19 - Cuprum arsenicosum
Es ist bewährt bei Ischias, Muskelkrämpfen, Muskelkater, Neuralgien und Epilepsie. Weitere Einsatzgebiete sind Magen- Darm-Katarrhe sowie Nierenleiden.
Ergänzungsmittel Nr. 20 - Kalium-Aluminium sulfuricum
Die Hauptwirkungsbereiche sind Blähungen und Koliken der Verdauungsorgane, Schwindel und Nervenstörungen.
Ergänzungsmittel Nr. 21 - Zincum chloratum
Der Hauptwirkungsbereich umfaßt Gehirn und Rückenmark. Bei Krankheiten, die mit Nerven- oder Hirnstörungen einhergehen, hat sich Zincum chloratum als nützlich erwiesen. Auch bei Zuckerkrankheit wurden teilweise gute Erfolge erziehlt.
Ergänzungsmittel Nr. 22 - Calcium carbonicum
Mit Erfolg wird dieses Mittel bei chronischen Schleimhautkatarrhen der Luftwege, Augen und Ohren angewandt; weiterhin bei frühzeitigem Altern sowie bei Lymphdrüsenschwellungen. Die folgenden Beschwerden werden ebenfalls günstig beeinflußt: Vergeßlichkeit, Nasenlöcher wund, Erkältung bei jedem Wetterwechsel, Mundgeschmack sauer, Mandelschwellung, Heißhunger auf ungenießbare Dinge wie Kalk, Kohle, Bleistifte usw. Aufstoßen mit saurem Geschmack, Gallensteinkoliken, Libido vermehrt, aber vorzeitiger Samenerguß beim Mann, Menstruation zu früh, zu reichlich, zu lange dauernd, Kopfschmerzen nach der Menstruation, Erstickungsanfälle, Brennen und Wundsein in der Brust, besonders nach Treppensteigen, Nacken steif und unbeweglich Verschlimmerung durch Kälte, Wasser, Feuchtigkeit, bei Vollmond und im Stehen. Besserung bei Trockenheit, Liegen auf der schmerzhaften Seite, Niesen.
Ergänzungsmittel Nr. 23 - Natrium bicarbonicum
Dieses Salz regt die Bauchspeicheldrüse und den Stoffwechsel an, außerdem aktiviert es die Ausscheidung von Harnsäure.
